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Zu den wichtigsten Nerologischen Erkrankungen zählen die Alzheimer Demenz und die Parkinson Krankheit.
Die-Alzheimer-Krankheit: Mehr als 1 Million Patienten brauchen unsere Unterstützung
Die Alzheimer-Krankheit, nach dem deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer (1864-1915) benannt, ist eine schleichende Gehirnerkrankung. Eiweißablagerungen (sogenannte Plaques"), die durch das Absterben von Nervenzellen entstehen, unterbrechen wichtige Nervenzellverbindungen. Den Patienten mangelt es an einem wichtigen Botenstoff: dem Acetylcholin, einer Substanz, die für Gedächtnisleistungen unerlässlich ist. In Deutschland sind heute schätzungsweise 1 Million meist ältere Menschen direkt von dieser, Krankheit des Vergessens" betroffen. Bis zum Jahr 2030 werden schon mehr als 2 Millionen Alzheimer-Patienten zu betreuen sein. Meist tritt die Krankheit im höheren Lebensalter, jenseits des 65. Lebensjahres auf.
Schleichendes Krankheitsbild Die Erkrankten weisen eine fortschreitende Einschränkung der geistigen Leistungs-fähigkeit (= Demenz) auf, die durch den Verlust bestimmter Gehirnfunktionen bedingt ist. Zunehmende Gedächtnisstörungen, Orientierungsprobleme sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge. Viele Patienten können im fortge-schrittenen Stadium kaum mehr mit ihrer Umwelt kommunizieren - ein Umstand, der die Therapie zusätzlich erschwert. Hinzu kommen psychische Veränderungen, wie Schlafstörungen, Ängste, Depressionen und Aggressionen bis hin zu Wahnideen. Die beschriebenen Symptome entstehen nicht „über Nacht", sondern entwickeln sich schleichend über mehrere Jahre.
Therapiemöglichkeiten für mehr Lebensqualität Zwar ist es trotz weltweiter, intensiver Forschung bis heute noch nicht gelungen, Alzheimer-Patienten von ihrer Erkrankung zu heilen, doch dank moderner und effizienter Therapiemöglichkeiten sind viele der Symptome behandelbar. Derzeit sind sogenannte Cholinesterasehemmer Mittel der 1. Wahl, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verzögern - der Patient profitiert von zusätzlich wertvoller „geschenkter Zeit" und Lebensqualität. Genauso wichtig ist die Begleitung durch die Angehörigen, die den Hauptteil der Betreuung leisten. Das Motto für die Begleitung heißt: „Fordern ohne zu überfordern". Förderlich sind anregende alltagsnahe Aktivitäten, tages-strukturierende Angebote, an der jeweiligen Biographie orientierte Beschäftigungs-, Musik- und Erinnerungstherapie. Außerdem ist die professionelle Hilfe durch mobile Pflegedienste notwendig.
Parkinson-Krankheit: Die Patienten werden immer jünger
Parkinson - zu deutsch „Schüttellähmung" - wird durch den Untergang bestimmter Zellen im Gehirn ausgelöst. So steht dem Hirnstoffwechsel im Lauf der Jahre immer weniger Dopamin zur Verfügung. Dieser wichtige Botenstoff steuert u.a. bestimmte Bewegungsabläufe. Der Dopamin-Mangel ist primär für die typischen Parkinson-Symptome verantwortlich: Zittern (sog. Ruhetremor), erhöhte Muskelverspannung (Rigor) und verlangsamte Bewegungen (Akinese). Hinzu können im späteren Stadium vegetative und psychische Probleme kommen, wie Darmträgheit, Herzrhythmusstörungen, Gedächtnisstörungen und Depressionen.
Ziel der Therapie: Möglichst lange hohe Lebensqualität erhalten In Deutschland gibt es derzeit schätzungsweise 250.000 Parkinson-Patienten. Bislang trat die Krankheit meist bei Patienten über 60 Jahre auf, doch in letzter Zeit wird Parkinson immer mehr bei jüngeren Menschen festgestellt. Dank permanent verbesserter Therapiemöglichkeiten ist Parkinson heute meist recht gut und langfristig zu managen.
Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, den Dopamin-Mangel im Gehirn auszu-gleichen. Unverzichtbar ist evodopa, eine Vorstufe des körpereigenen Dopamins. Die Betroffenen können, mit Levodopa optimal eingestellt, lange Zeit ein Leben mit hoher Zufriedenheit und Qualität führen. Weitere wichtige Therapiebausteine sind Krankengymnastik, ggf. ergänzt durch Ergotherapie, Logopädie und Sport. Allerdings „gewöhnt" sich das Gehirn an den Stoff, sodass die Dosis kontinuierlich erhöht werden muss. Dies ist nur bis zu einer bestimmen Dosis möglich. Daher konzentrierte sich die Forschung auf Präparate, die eine bessere Ausnutzung des Levodopas ermöglichen. Die Folge sind z.B. gleichmäßigere Levodopa-Wirkspiegel, die sich für die Patienten in einer spürbaren Verlängerung der Phasen mit erhöhter Beweglichkeit bemerkbar machen. Positiver Zusatzeffekt: Der Arzt kann die täglich verordneten Levodopa-Mengen ohne Wirkeinbußen reduzieren.
Diese Informationen werden von der Initiative Bewußtsein zur Verfügung gestellt, eine Initiave des Berufsverbands deutscher Nervenärzte (BVDN)
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